Wir verabschieden unseren langjährigen Stadtrat Anselm Venedey.

Hierzu die Worte von unserem Fraktionsvorsitzenden Dr. Ewald Weisschedel:

"Lieber Anselm,

sei unbesorgt, ich halte mich kurz.

Den Namen Venedey hörte ich erstmals in meiner Schulzeit, mit hohem Respekt wurde damals der Schulleiter des Humboldt Gymnasiums bedacht, deinen Vater, der ein Beispiel für eine klare politische Haltung in der Nazizeit war und dafür auch einschneidende und heftige berufliche und familiäre Nachteile in Kauf genommen hat. Ich bin ihm leider nie persönlich begegnet, dafür durfte ich Deinen Onkel, Michel Venedey kennen lernen, der für die Linke Liste 1999 in den Gemeinderat kam. Auch er war ein Mann mit klaren politischen Prinzipien- Damals schrieb die ZEIT einen Artikel über die politische Familie Venedey. Dieser trug den Titel: Freiheit, Gleichheit- Venedey. Auch Michel Venedey war der soziale Ausgleich ein wichtiges Anliegen und, wenn er sich im Gemeinderat zu Wort meldete, was nicht häufig der Fall war, dann hatte er auch was zu sagen. In seiner prägnanten, wortgewaltigen Diktion sprach er soziale Defizite an, alle hörten ihm aufmerksam zu und seine Argumente hatten Gewicht.

Als dann Du 2006 für uns Freie Wähler in den Gemeinderat kamst, schrieb Dornröschen „Die Entscheidung für Venedey war ein Glücksgriff“. Für unsere Fraktion war die Zusammenarbeit mit Dir wirklich ein Glücksgriff, über die gesamte Zeit hinweg. Auch Du hattest klare politische Positionen, die uns, dem Gemeinderat und der Stadt gutgetan haben, in den Feldern der städtebaulichen Entwicklung, der sozialen Infrastruktur und natürlich im kulturellen Bereich. Auch Dir hörte man zu, wägte Deine Argumente ab und konnte sich meistens diesen anschließen. In unseren Fraktionssitzungen schätzten wir Deine Beiträge sehr. Auch wenn wir Beide uns nicht immer einig waren, waren die Debatten immer von hohem gegenseitigem Respekt geprägt. Dafür möchte ich Dir herzlich danken und in dieser Hinsicht wirst Du uns sehr fehlen.

Die FW schulden Dir aber noch einen weiteren Dank, über viele Jahre hast Du uns Heimat für unsere Fraktionssitzungen gegeben und nicht selten die nicht immer einfachen politischen Aufgaben mit kulinarischen Köstlichkeiten erträglich gemacht.

Lieber Anselm, ich bin persönlich dankbar und froh, Dich so viele Jahre an meiner politischen Seite gehabt zu haben, für mich warst Du immer ein wichtiges Korrektiv. Ich verschenke selten Blumen und wenn meistens an meine Ellen und ich kann mich nicht erinnern, jemals Blumen an einen Mann verschenkt zu haben. Heute ist es so weit und es müssen Tulpen sein. Neben dem Symbol der Gleichheit und dennoch der unglaublichen Vielfalt an Farben und Formen sind sie auch ein Symbol für Neuanfang im frühen Frühling. So wünsche ich Dir, so wünschen wir Dir einen erfolgreichen Neuanfang in Deine ratlose Zeit und da Du ja ein politischer Mensch bist und bleiben wirst, wünsche ich mir, dass wir immer wieder auf Deinen Rat zurückgreifen dürfen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie mich ganz zum Schluss noch sagen, sosehr wir Anselms Weggang bedauern, freuen wir uns aber darauf mit Daniel Hölzle  einen jungen engagierten Gemeinderat in unserer Fraktion willkommen heißen zu dürfen"

 

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