Gefährdet die Sicherheit unsere Festkultur?

Eindrücklich konnten wir an unserem letzten Weinfest sehen, dass ein Sicherheitskonzept eine Veranstaltung unattraktiv werden lassen kann. Die Besucher mussten hierfür 3,00 Euro Eintritt bezahlen, um überhaupt auf den abgesperrten Stephansplatz zu gelangen.
Standbetreiber beklagten sich, dass die Laufkundschaft fehlte, weil keiner mehr kurz auf ein Viertele oder ein kleines Abendessen im Stehen vorbeikam- die Spontaneität und der Charakter des Festes dahin…

Viele hatten geringere Einnahmen und überlegen sich, ob sich der Aufwand überhaupt noch lohnt. Jeder Verein muss inzwischen hohe Sicherheitsauflagen erfüllen, was dem ehrenamtlichen Engagement eher schadet als dient.
Sicherlich muss die Stadt für die Sicherheit von Veranstaltungen sorgen, aber gehen wir hier nicht zu weit?

Ja, es gab natürlich die schlimmen Ereignisse, wo Lastwägen in Menschengruppen fuhren, wir wagen jedoch zu bezweifeln, ob Absperrgitter verblendete Gewalttäter abschrecken. Fraglich ist auch das Anbringen von Betonsperren, die jedoch so weit auseinander liegen müssen, damit große Rettungsfahrzeuge (also Kleinlaster?) durchpassen. Wenn wir uns von diesen vermeintlichen Gefahren bestimmen lassen, wird es keine gemütlichen Feste in Konstanz mehr geben.

Ein über die Stadt gestülptes Sicherheitskonzept darf unsere Freiheit und unser alltägliches Leben nicht einschränken. Es muss doch möglich sein, sensibel, mit Augenmaß und individuell gute Entscheidungen zu treffen?

Susanne Heiß FW Konstanz

 

 


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