01-weisschedel-e.jpg - 54.87 Kb Obdachlos in Konstanz

In der Gemeinderatssitzung im Mai wurde das Konzept zur „Verhinderung von Obdachlosigkeit und Obdachlosenhilfe“ beraten. Auch wenn die Stadt in der Vergangenheit viel erreicht hat, um die Lebenssituation dieser lobbyarmen Bevölkerungsgruppe zu verbessern, stößt die Verwaltung derzeit an ihre Grenzen. Die Häuser am Mühlenweg, der Hafenstraße und im Haidelmoos waren immer als Übergangslösungen gedacht, bis die Wohnsitzlosen eine neue Bleibe finden. Der angespannte Wohnungsmarkt führt aber dazu, dass die erwünschte Fluktuation ausbleibt und die Bewohner teils jahrelang in den Unterkünften wohnen.

Wie der Bericht darlegt, sind aber inzwischen auch Betroffene aus der Mitte der Gesellschaft von Wohnraumverlust bedroht. Nicht selten führt eine Trennung dazu, dass die alleinerziehende Mutter die Miete nicht mehr begleichen kann und mit einer Räumungsklage konfrontiert wird. Hier setzt das vorgestellte Konzept an. In Zusammenarbeit mit dem Amtsgericht, dem Jobcenter, der Wobak und dem. Sozialamt werden bei drohender Räumungsklage Wohnberatungen durchgeführt mit dem Ziel Wohnungslosigkeit zu verhindern. So wurden 2017 insgesamt 158 Personen in Wohnungsnot beraten, davon 36 alleinerziehende Mütter, erschreckend aber auch, dass 121 Kinder und Jugendliche von Wohnungsnot oder drohender Räumungsklage betroffen waren.

Eine wesentliche Rolle spielen hierbei natürlich die hohen Mieten und der knappe Wohnungsmarkt. Das ist ein weiterer wichtiger Grund, mit großem Einsatz, die Wohnungsnot zu lindern. Das geht unseres Erachtens nur durch eine rasche Entwicklung eines neuen Baugebietes. Unser Respekt und Dank gilt all denen, die sich hochengagiert dieser schwierigen Aufgabe stellen.

Dr. Ewald Weisschedel

 

 


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