06-vendedy-a.jpg - 65.48 Kb Darf's ein bisschen mehr sein....

Ist es nicht wunderbar, sich nach der Arbeit im Theater, im Konzert oder dem Museum zu entspannen? Haben wir nicht schon genug Ärger mit den Kollegen und der Familie? Jetzt bloss nichts "Schwieriges". Da kann der Kunstgenuss nicht anspruchslos genug sein: eine kecke Komödie, ein leichtes "Crossover-Programm" des Sinfonieorchesters oder Mozarts spritzige "Jupitersinfonie in fünf Minuten" mit einer kurzweiligen Einführung. So kann man sich Kultur gefallen lassen! Doch brauchen wir dafür ein Theater, ein Sinfonieorchester und Museen? Oder reichen nicht doch auch Amateurorchester, kommerzielle Galerien und ab und an ein Gastspiel eines Ohnsorgtheaters?

Wie niederschwellig wollen wir uns unterhalten und wie niederschwellig unsere Kinder denn an Kultur heranführen? Und wozu bauchen die Kinder und wir überhaupt Kultur? Weil Musik, weil Theater und weil Bildende Kunst in der Lage sind, die Sicht auf unsere Probleme zu weiten, Lösungen anzubieten! Häppchen reichen da nicht. Kunst ist anstrengend, Kunst muss fordern! Nur dann kann sie uns und unsere Kinder auch fördern. Wer einfache Lösungen will, der soll morgens sein Horoskop lesen und abends Deutschlands Superstar suchen. Ob man dadurch schlauer wird, wage ich zu bezweifeln. Aber ich bin mir ganz sicher: intensive Auseinandersetzung mit Kultur lohnt sich. Uns unseren Kindern müssen wir vermitteln, dass dieses Verständnis nicht auf dem Silbertablett serviert wird. Häppchen sind zu wenig und leichte Kost unterhält zwar, aber sie macht uns nicht klüger und verantwortungsbewusster. Doch genau das ist die Aufgabe unserer Kulturinstitutionen.

Es darf nicht, nein, es muss mehr sein.

Anselm Venedey Stadtrat FW

 

 


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