Bericht Besichtigung Polizeipräsidium Konstanz am 25.10.2017

"Nach kurzer Begrüßung des Kreisvorsitzenden Matthias Mende, gab Herr Gerd Stiefel - Leitender Kriminaldirektor des Präsidiums Konstanz - einen Überblick über das Polizeipräsidium und der jetzigen Polizeistruktur nach der erfolgten Polizeireform BW.

Unterstellt sind dem Polizeipräsidium Konstanz die Landkreise: Konstanz, Ravensburg, Sigmaringen und der Bodenseekreis mit knapp 900.00 Einwohnern. 1.245 Polizeibeamte leisten in diesem Gebiet ihren Dienst. Ein wichtiger Punkt war die vor einigen Jahren erfolgte Änderung der Einsatzkonzeption. Statt dem bisher dezentralen Konzept werden die Einsätze jetzt zentral über das Lagezentrum des Präsidiums KN geleitet. Höchste Priorität hat der Sicherheitsaspekt. Demonstriert wurde der jetzige Ausrüstungsstandard in den Polizeifahrzeugen für Gefahrenlagen. Der Amoklauf 2009 in Winnenden hat Spuren hinterlassen. Weitere ausführliche Informationen beinhalten das damalige taktische Vorgehen der Polizei anlässlich des tödlichen Schusswechsels Ende Juli diesen Jahres im Industriegebiet in Konstanz.. Die schwierige und gefährliche Aufgabe der unter eigener Lebensgefahr agierenden Polizeibeamten wurde den Anwesenden vor Augen geführt. Mit dem Flugzeugabsturz vor der Mainau wurde kurze Zeit später ein weiteres größeres Schadensereignis bearbeitet. Hierbei wurde von Polizeiseite auf die gut funktionierende Zusammenarbeit der beim Einsatz beteiligten Konstanzer Feuerwehr und dem DLRG hingewiesen. Diese konnte Matthias Mende als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr KN generell bestätigen.

Nach kurzer Pause gab es für die Freien Wähler einen weiteren Höhepunkt mit der Besichtigung des Lagezentrums. Das Lagezentrum, gesichert durch zwei selbständig schließende Türschleusen, ist das Herzstück des Präsidiums und im Regelfall für Außenstehende Tabu-Zone. Im Lagezentrum laufen sämtliche Notrufe aus den genannten Landkreisen ein und werden dann an die einzelnen Dienststellen zur Einsatzübernahme weitergeleitet. Täglich kommen 450 bis 500 Notrufe in der Zentrale an. 2016 lösten die Notrufe über 167.000 Einsätze aller Art aus. Für größere Schadensereignisse ist im Lagezentrum ein technisch hoch ausgerüsteter Sitzungssaal zur Einsatz-Stabsführung vorhanden. In diesem Raum gab es hierzu für die Freien Wähler weitere interessante Informationen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Abspielen eines Videofilms über das Eingehen eines telefonisch gemeldeten Verkehrsunfalls und das Auslösen der dann folgenden Einsatzaktivitäten.

Fazit:

Ein Blick hinter die Kulissen des Polizeiapparates ist nur sehr selten möglich und deshalb wurde der erfolgte Besuch von den anwesenden Freien Wählern als hoch interessant und äußerst informativ gewertet. Das Frageinteresse an die anwesenden Polizeibeamten war sehr groß, infolge wurde die vorgesehene Besuchszeit deutlich überzogen. Aussage eines Teilnehmers: "so spannend habe ich mir den Abend nicht vorgestellt"

Bericht von Matthias Mende

 


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