06-vendedy-a.jpg - 65.48 Kb Anselm Venedey

Redebeitrag in der TUA Sitzung vom 21.09.2017 zur "Zukunft Zoffingen"

"Wir wissen, dass der geplante Neubau für die Anwohnerinnen und Anwohner eine erhebliche Belastung, eine erhebliche Einschränkung bedeuten wird. Ich wünschte, hier würde nicht gebaut, weil der Platz einfach eng ist, der Baukörper tatsächlich großvolumig ist.

Aber wir treffen hier keine gestalterische Entscheidung - wir treffen hier eine politische Entscheidung. Lieber Kollege Müller-Neff, da sind wir ganz einer Meinung.

Also:

Wollen wir, dass es zukünftig eine funktionierende Daseinsvorsorge im Bereich der Altenpflege in Konstanz gibt?

Wollen wir, dass es diese , wie bisher, auch linksrheinisch gibt?

Wollen wir riskieren, dass pflegebedürftige alte und auch junge Menschen und sozial schlechter gestellte Menschen nicht mehr in unserer Stadt versorgt werden können?

Das sind die politischen Fragen, die wir heute und im Gemeinderat am kommenden Donnerstag beantworten müssen. Und so leid es mir tut - unsere Entscheidung muss zu Gunsten des Neubaus im beantragten Umfang fallen. Und ich halte es für zynisch, angesichts der derzeitigen bereits bestehenden Unterversorgung zu sagen, man könne auf 24 Plätze in der Niederburg verzichten. Nein, wir bräuchten sogar noch mehr Plätze. Wir brauchen jeden einzelnen Platz in der Pflege und müssen um jeden einzelnen Platz kämpfen, so wie wir auch um jeden einzelnen Kitaplatz kämpfen müssen.

Wenn wir nicht mehr bereit sind, solch unangenehme Entscheidungen nach umfassenden Prüfungen auch von alternativen Standorten und Baukörpern auch gegen den verständlichen Willen von wirklich betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern zu treffen, dann sind wir nicht mehr in der Lage, konstruktive Kommunalpolitik zu betreiben, sondern verzetteln uns in immer währendem Kommunalwahlkampf und dem Streit um jede Wählerstimme. Das Gesamtwohl unserer Gemeinde bleibt so auf der Strecke.

Deshalb stimmen wir dem Projekt zu - auch wenn es den Anwohnern weh tun wird."


 


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