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Im Abschlussbericht der ethnografischen Orientierungsstudie zu Konflikten im öffentlichen Raum in Konstanz heißt es zum Thema Herosé: „…Die Konfliktarena wird kommunalpolitisch ausgedehnt…“

Was damit gemeint ist, erkennt man, wenn man die Diskussion zum Präventionsteam im GR mit verfolgt (beispielsweise im Podcast) und die Beiträge der Presse zum Thema aufmerksam liest. Das besonders Beunruhigende dabei ist, dass bestimmte politische Lager die derzeitige Situation im öffentlichen Raum als Klassenkonflikt polarisieren. Hierbei werden Menschen stigmatisiert und lächerlich gemacht.

Ich frage mich, ob das nicht sogar über die Stilfrage einer politischen Kampagne hinaus geht. Einen Klassenkonflikt in der öffentlichen und politischen Diskussion zu beschwören, dem sollte man entgegentreten. Zumal nicht nur Anwohner betroffen sind von Fehlverhalten im öffentlichen Raum. Es sind alle Konstanzer, die sich im Seeuferbereich aufhalten möchten. Es sind Familien, die mit ihren Kindern Gefahr laufen, in Scherben zu treten, Badende, es sind Hundebesitzer. Es sind Eltern, die froh wären, wenn jemand ein Auge auch auf die Jugendlichen in diesem Bereich hat. Wir haben dies am Schmutzigen Donnerstag an Fasnacht gesehen, der Elternwunsch ist klar formuliert. Kein Mensch interessiert sich für die Sicherheits - und Präventionsmaßnahmen an Fasnacht – sie sind eine Selbstverständlichkeit.

In diesem Frühjahr gibt es bisher: Massive Sachbeschädigungen an der Schänzlehalle, Beschimpfungen gegenüber konfliktbeilegendem Zugehen anderer Seerheinuferbesucher, Polizeieinsätze, derzeit beste Drogenversorgung im Herosé, Müllhalden, Urinieren in private Gärten - wer sich hier auf seine liberale Position zurückzieht und die Verantwortung für den öffentlichen Raum  aufgibt, handelt im besten Falle unbedarft. Es geht eben nicht darum, sich als die "Schutzmacht der Ruhebedürftigen" aufzuführen (Zitat Jörg Peter Rau, SK) – es geht um mehr. Dennoch muss die Frage erlaubt sein: Warum haben Berufstätige und Familien mit Kleinkindern eigentlich nicht das Recht auf Nachtruhe? Nur weil sie zufällig im falschen Quartier wohnen?

Mich wundert es nicht, dass die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand ihre Beunruhigung äußern. Schnell hat man mit Stigmatisierung wie beispielsweise in seemoz zu rechnen: "...Das Recht der Immobilienbesitzer und Mieter des Heroségeländes sich des gehobenen Wohnens zu erfreuen..."

Lösungsvorschläge? Keine. Das Präventionsteam wäre lediglich ein erster Schritt und kleiner Baustein für die Zukunft gewesen, nebenbei hätte man die Reaktivierung  der Nachtwanderer unterstützen können, weiterhin müssen interessante Angebote für Jugendliche im öffentlichen Raum gefunden werden, Einrichtung einer städtischen Gemeinwesenstelle und vieles mehr könnte erdacht werden – vorausgesetzt man will ernsthaft:

verantwortungsbewusst, konstruktiv und inhaltlich auf der politischen Ebene mit gestalten.

Alexandra Bek, Fraktionsassistentin und Schriftführerin Freie Wähler

 

 

 

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Die Freien Wähler stimmen geschlossen dem Verwaltungsvorschlag zu: "Die temporäre Beschaffung eines privaten Präventionsteams im Herosé Areal sowie auch in anderen ufernahen öffentlichen Flächen für die diesjährige Sommerzeit im Haushalt 2017 außerplanmäßige Auszahlungen in Höhe von € 30.000"

Wir sehen keine andere Möglichkeit, halbwegs vernünftige Voraussetzungen am Herosé oder Schänzle schnell zu schaffen. Wer dieser Vorlage nicht zustimmt, überlässt den öffentlichen Raum dem freien Geschehen und verhindert ein friedvolles Miteinander.

Herr Seiler von der FGL betont, sie seien liberal, dies gilt es zu hinterfragen. Es kann nicht in unserem Sinne sein, öffentliche Räume zu schaffen, wo keine Regeln eingehalten werden, Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Konflikte an der Tagesordnung sind. Es kann auch nicht sein, dass die Menschen, die die ungute Situation thematisieren, auf der politischen Ebene angegangen, im schlimmsten Fall lächerlich gemacht werden. Wir brauchen wenigstens eine Übergangslösung für dieses Jahr.

Konkrete Lösungsvorschläge für den Sommer 2017 sind von den Gegnern der Vorlage nicht benannt worden.

Nichts zu tun wäre ein fatales Zeichen.

(Die Vorlage wurde namentlich abgestimmt: 20 Nein Stimmen, 17 Ja Stimmen, 1 Enthaltung)

 

 

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22.Mai 2017 Fraktionssitzung in Litzelstetten.

Die Freien Wähler informieren sich über den Campingplatz, über dessen Zukunft es zu entscheiden gilt.

 

 

Einladung an alle Interessierten:

Die Freien Wähler treffen sich am Freitag, den 02. Juni 2017 zur Besichtigung der AGJ

Treffpunkt: 14.00 Uhr am Lutherplatz 6!

 

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Für die Freien Wähler Dr. Ewald Weisschedel zu unseren Städtepartnerschaften:

"Schon zu Beginn unserer Städtepartnerschaften war es die politische Motivation, die eine Menge an Initiativen und auch Felder der Zusammenarbeit bestimmt hatte. Die Fahrten in unsere Partnerstädte sind immer gewinnbringend. In der Tat müssen wir feststellen, dass die Pflege dieser Freundschaften derzeit auf Vereinsebene stehen geblieben ist und auch von uns als Gemeinderat nicht mehr so mitgetragen wurde. Eine große Motivation ging von uns nicht mehr aus. Jetzt ist tatsächlich der Zeitpunkt gekommen, wo es politisch brisant und notwendig wird, diese Verbundenheit zu unseren Partnerstädten wieder zu intensivieren und ich möchte den gesamten Gemeinderat motivieren, genau dort mit zu arbeiten! "Pulse of Europe" ist möglicherweise ein weiterer Zündfunken, der dazu beitragen könnte. Auch dort gibt es eine Reihe aktiver Menschen, die sich sicherlich gerne einbringen möchten.

Ich glaube, dass die Diskussion heute genau zum richtigen Zeitpunkt stattfindet, im besten Fall ist dies der Start für eine neue Initiative, unsere Freundschaften zu beleben und zu intensivieren. Wir als FW sind gerne mit dabei" (GR vom 27.04.2017)

 
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